Fragen ohne Antworten?

Fragen, die ich mir seit zwei Jahren stelle

Woher kommt unser Essen? Woher kommt unsere Kleidung? Wie kann es sein, dass jemand, der hart arbeitet, nur ein paar Cent pro Tag bekommt? Wie kann es sein, dass Kinder arbeiten gehen müssen, weil die Familie nicht genug zu essen hat? Wie kann es sein, dass Menschen nicht genug anzuziehen haben, wobei unsere Kleiderschränke überquellen und Kleidung einfach weggeschmissen wird? Wie kann es sein, dass Menschen verhungern, wir aber Lebensmittel derart verschwenden? Wieso erschießen sich Menschen gegenseitig? Wieso gibt es Krieg? Wieso sprengen sich Leute in die Luft? Wieso gibt es Atomkraft? Wieso gibt es in manchen Ländern noch die Todesstrafe? Wieso werden Menschen gefoltert? Wieso gibt es Diskriminierung? Wieso gibt es Vergewaltigungen? Wieso werden Journalist*innen gefangen genommen und Aktivist*innen, die für eine bessere Welt kämpfen, getötet?
Wieso müssen wir für eine bessere Welt kämpfen? Wieso müssen wir immer alles zerstören?

Fragen, die neu dazugekommen sind

Wie lange wird es noch dauern, bis wir erkennen, dass wir alles zerstören? Gibt es überhaupt noch irgendeine Möglichkeit, die Weltmeere von Plastik zu befreien? Ist es möglich, den Klimawandel zu stoppen? Wann hören wir auf, Menschen nach Schönheit, Gewicht oder Hautfarbe zu klassifizieren? Wann wird es endlich für alle Menschen Gleichberechtigung geben? Wird es jemals möglich sein, andere nicht auf Grund ihrer (sexuellen) Vorlieben zu diskriminieren, sondern alle zu akzeptieren?

Fragen ohne Antworten

Ich habe auf keine dieser Fragen eine Antwort. Aber ich weiß, dass jeder von uns an sich selbst arbeiten kann, um zumindest einige Dinge zu verbessern. Das weiß ich, weil ich es selber gemacht habe. Vor zwei Jahren war ich stolz darauf, FairFashion zu kaufen. Ich wusste, dass ich die Leute, die mein T-Shirt nähen, nicht ausbeute. Das war nur der Anfang.

Jetzt weiß ich, dass kein Kleidungsstück, das extra für mich produziert wird, umweltschonend ist.  In den letzten zwei Jahren ist SecondHand zu der einzigen vertretbaren Alternative geworden. Ich habe gelernt, dass weniger mehr ist. Dass Zeit glücklich macht und dass Besitz dich festhält. Er ist wie ein Anker, der dich in ein aus Plastikmüll verseuchtes Meer herunterzieht. Verpackungsfreies Einkaufen, die Augen offen halten, in Bewegung bleiben, nicht untergehen in dem Trotz der anderen. Fallen ausweichen und Bequemlichkeit meiden. In den vergangenen zwei Jahren habe ich Alternativen kennen gelernt. Es gibt sie, sie sind da und sie werden stärker. Wie Sirenen rufen sie nach uns und werden immer lauter, je näher wir dem Abgrund sind. Es ist nicht fünf vor Zwölf. Es ist fünfundfünfzig nach Zwölf.

#100sustainabledays als Lösungsversuch

Mach endlich die Augen auf, wir leben nicht im Paradies. Wir leben in der Konsumhölle. Mit dem Unterschied, dass die Erde kein Einkaufszentrum ist, sondern ein Selbstbedienungsladen war, den wir schon vor Jahrzehnten aufgebraucht haben.

Wir müssen jetzt handeln, weil es morgen vielleicht schon zu spät ist. Ein Tag nach dem anderen, Schritt für Schritt zu mehr Nachhaltigkeit. 100 Tage lang. Ich zeige euch auf Instagram meine Schritte, meine Veränderungen – und ihr könnte es nachmachen oder euch eigene Ideen überlegen. Das ist keine Competition. Hier geht es nicht darum, wer die schönsten Fotos postet. Davon wird das Plastik im Meer nicht weniger und die Erderwärmung nicht geringer. Nur gemeinsam können wir etwas verändern.

 

 

 

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