Nepal – Wie alles begann

“The things you own end up owning you.” – Fight Club

Jetzt sitze ich hier. Mit 11,4kg Gepäck sowie einem kleinen Tagesrucksack. Das ist alles, was ich die nächsten vier Monate besitzen werden. Minimalismus pur. In weniger als einer Stunde geht mein Flug in ein Abenteuer, das ich jetzt nicht mehr rückgängig machen kann. Ich fliege nach Kathmandu.

Angefangen hat das Ganze mit einer Email, die ich vor einem Jahr bekommen habe. Es war eine Absage aus der Schweiz – ich habe meinen Traumstudienplatz, den ich nicht nur mehr als alles andere wollte, sondern mit dem ich auch fix gerechnet habe, nicht bekommen. Ich war am Ende. Im wahrsten Sinne des Wortes am Boden zerstört. Ich konnte nicht mehr und wollte einfach nur weit weg, in ein Land, in dem du dich nicht über die Kleidung oder die Schuhe, die du trägst, definierst. In dem es nicht zählt, welchen Notendurchschnitt du hast oder auf welcher Uni du bist. Kurz gesagt wollte ich dem europäischen Leistungsdruck entfliehen, um zurück zu mir selbst zu finden. Ich wollte herausfinden wer ich bin und was ich wirklich brauche, um ICH zu sein. Meine einzigen “Luxusgüter”: eine getönte Tagescreme, mein Stoffesel, mein Laptop.

(Dieser Text erschien ursprünglich 2015 auf meinem ersten Blog.)

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