Der goldene Schlüssel für ein plastikfreies Leben

You’re a natural beauty / So don’t turn yourselves into plastic.

Der plasticfreejuly ist vorbei. Was nun? Klar, ich könnte jetzt in den nächsten Supermarkt gehen und mir kiloweise in Plastik eingeschweißte Lebensmittel kaufen. Natürlich könnte ich mir denken „Super, zum Glück ist dieser blöde Monat endlich vorbei, jetzt mache ich mir wieder keine Gedanken um Plastik und den Planeten.“

Aber dann würde vermutlich mein Blog anders heißen. Oder ich gar nicht bloggen.

Chaos ist die Ursache allen Übels

Im vergangenen Monat habe ich bemerkt, dass mein Plastikkonsum vor allem dann steigt, wenn ich schlecht oder gar nicht vorbereitet bin. Zum Beispiel, wenn ich meine Baumwollsäckchen oder mein großes Einkaufssackerl vergessen habe. Wenn ich nichts zu Essen mit habe oder keine Behälter, in die ich mir Essbares umfüllen lassen kann.

Daraus lässt sich jetzt eine ganz einfache Schlussfolgerung ziehen: werde organisierter! Tatsächlich lautet der Schlüssel zu einem erfolgreichen plastikfreien Leben Organisation und Vorbereitung.

Natürlich ist das Equipment eine Voraussetzung. Allerdings kannst du noch so viele Coffee-to-go Becher, Baumwoll-Stoff-Sackerl, Stainless Steel Strohhalme haben, wenn sie im Küchenkastal verschimmeln, wird die Welt auch nicht besser. Mehrweg-Sachen sind Gebrauchsgegenstände. Und wie der Name schon sagt: man muss sie gebrauchen, damit sie ihren Nutzen erfüllen.

Aber ich bin ein Chaot – wie soll ich mich organisieren?

Das war auch einer meiner ersten Gedanken. Lustigerweise hat mir das Buch „Magic Cleaning“ von Marie Kondo geholfen. ACHTUNG SPOILER: Da steht nämlich drinnen, dass du für jeden Gegenstand und jedes Ding in deiner Wohnung einen festen Platz suchen sollst, an dem du ihn/es aufbewahrst und immer dort hinzurückbringst. Außerdem sagt sie und das ist ein wichtiger Punkt, dass du deine Handtasche immer am Abend ausräumen sollst.

Ich habe mir also für alle Zero-Waste-to-go-Gegenstände feste Orte überlegt. Wenn ich nach Hause komme, leere ich meine Handtasche oder meinen Rucksack aus und lege alles an seinen Platz. Am nächsten Tag, bevor ich außer Haus gehe, nehme ich alles, was ich brauche auch wieder mit.

Sollte ich unterwegs sein, oder verreisen, stelle ich mir alles raus, was ich für die kommenden Tage brauche (n könnte). Klar bedeutet das einen Mehraufwand. Und vielleicht ist es anstrengend und nervig. Aber so ist das halt. Wenn es super einfach wäre, die Weltmeere zu retten und Tiere vor dem Aussterben zu bewahren, müssten wir es nicht machen, weil es bereits erledigt ist. Ist es aber nicht. Also streng dich ein bisschen an und versuche deinen Beitrag dazu zu leisten, dass es ein bisschen kühler wird. (Weil ja verdammt, Plastikmüll bedingt Klimaerwärmung. Wenn du es nicht glaubst, dann google es.)

Und wie geht’s jetzt weiter?

So. Wir wissen jetzt also, dass du (oder ich, oder wir beide) dich (mich/uns) organisieren und vorbereiten musst (müssen), um plastikfreier durch den Alltag zu kommen. Weil 100% ist es sowieso nicht möglich, wir wollen ja nicht utopisch sein. Aber da „nimm jeden Tag ein Baumwollsackerl mit“ keine wirklich gute oder sagen wir lieber zu einfache Challenge ist, habe ich mir eine andere überlegt.

Ich werde jedes Monat irgendetwas anderes in meinem Haushalt ver-zerowasten. Im August beginne ich mit dem Badezimmer. Wie es jetzt aussieht und was noch zu tun ist, erfährst du bald.

 [Featured Image: Photo by Nikhil Jain on Unsplash]


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