Wie alles begann oder: Das GLOBAL 2000 Umweltkulturpraktikum

Natürlich war ich nicht immer eine „Öko-Tussi“ es gab auch eine Zeit davor. Die, an der Bio für mich Abfall war und Kleider eigentlich nur dazu da waren, um günstig gekauft und nach drei Mal Tragen weggeschmissen wurde. Natürlich ist das jetzt überspitzt gesagt, aber so in etwa war es.

Ziemlich lange waren mir ziemlich viele Dinge egal. Irgendwann, um genauer zu sein 2014, kam dann die Wende. Ich habe angefangen mich für Bio-Lebensmittel, Umweltschutz und FairFashion zu interessieren. Wie genau es dazu gekommen ist, weiß ich nicht mehr. Aber es war auf keinen Fall ein Umdenken von heute auf morgen. Ich glaube das funktioniert auch nicht so schnell. Babysteps sind immer noch die besten steps.

Ein wichtiger „Abschnitt“ oder „Milestone“ bei meinem Umdenken war das Umweltkulturpraktikum von GLOBAL 2000

Im Grunde genommen wollte ich mehr über Umweltschutz, Atomkraft, Natur im Allgemeinen, FairFashion, Umweltverschmutzung etc. lernen. Tausende Bücher oder Artikel lesen kam für mich nur bedingt in Frage. Ich wollte einfach mehr. Mehr wissen, mehr machen und vor allem mehr aktiv sein.

Bei meiner Recherche bin ich dann auf das UKP gestoßen. Und in meiner Vorstellung war es einfach perfekt. Es war genau das, wonach ich gesucht habe. Ein Kanal, der mir Informationen liefert, der mich mit anderen Gleichgesinnten zusammenführt und der mich aktiv meinen Beitrag zum Umweltschutz leisten ließ.

Ich habe mich beworben, wurde genommen und zack – schon hatte ich einen Fuß in der NGO-Welt.

Das Semester war toll. Einmal die Woche haben wir uns getroffen und ausgetauscht. Dass 90% der Studierenden von der Boku waren, ist kein Zufall, denn da kann man sich das UKP mit ein paar Ects-Punkten anrechnen lassen. Nichts desto trotz hat das der Dynamik nicht geschadet (Übrigens: Anscheinend kann man sich das UKP auch in einigen Studienrichtungen der Uni Wien anrechnen lassen, diesbezüglich bin ich überfragt). Über mein Semester habe ich auch einen netten Artikel geschrieben. Er ist hier.

Die Reise geht weiter

Bei einem Programmpunkt, dem Office Day, habe ich die damalige Pressesprecherin von GLOBAL 2000 kennen gelernt und mich auf ihr Anraten hin als Praktikantin beworben.

Bereits ein Jahr später saß ich wieder bei GLOBAL, allerdings nicht mehr einmal pro Woche, sondern jeden Tag. Die Dinge nahmen ihren Lauf und durch eine ziemlich große Portion Glück wurde ich von der Praktikantin zur Pressesprecherin auf Zeit befördert. Das mag jetzt wie ein Märchen klingen („Vom Tellerwäscher zum Millionär“) – war es damals für mich auch.

Ich habe mich tagtäglich mit Dingen beschäftigt, die mich interessieren. Konnte die Welt zwar nicht retten, aber ein bisschen besser machen und wurde sogar dafür bezahlt. Für mich war es der Anfang von etwas ganz Großem.

Als ich dann 2016 ins Social Team wechselte und im weiteren Verlauf meiner Karriere auch noch die Social Media Agenden der WearFair & mehr übernehmen durfte, sah ich mich selber auf rosa Wolken schweben.

Den Rest kennt ihr: ich habe meinen Blog gegründet, auf den konventionellen Konsum von Kleidung verzichtet und bin zur „Öko-Tussi“ geworden. Letztes Jahr habe ich dann versucht, die deutsche Medienwelt zu einem Öko-Magazin zu machen (hier / hier / hier) und auch dieses Jahr wird es in Sachen Welt-retten noch spannend. Aber das verrate ich euch noch nicht 🙂

Die Moral von dem Artikel

Vielleicht klingt das Ganze für euch jetzt wie ein schlechter Werbetext für das UKP. Ist es auch. Soll es auch sein. (Nein, ich bekomme dafür kein Geld!!) Und vor allem soll es zeigen, dass noch kein Meister, in keinem Bereich, vom Himmel gefallen ist. Auch ich bin nicht als Öko-Tussi und Second Hand Verfechterin geboren. Ich habe mich selber dazu gemacht. Und Viele und vor allem vieles haben mir dabei geholfen. Und das UKP ist eben eines davon.

Wenn auch du Lust hast, in die Welt der NGO-Arbeit zu schnuppern, dann kannst du dich hier für das UKP anmelden.

[Feature Image: Photo by Luca Bravo on Unsplash]


 

 

 

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