Blog-Reihe: Sechs Blogger*innen, sechs Fragen – Nunu von ich kauf nix

Bei der neuen Blog-Reihe „Sechs Blogger*innen, sechs Fragen“ geht es darum, die Diversität im Fair Fashion Blogger*innen Sektor auf zu zeigen. Es gibt sie nämlich zu Hauf, die Blogger*innen, die sich mit nachhaltiger Mode beschäftigen. Jede*r tut es anders, jede*r auf seine Weise. Und das ist gut so.

Heute stelle ich euch Nunu vom Blog ich kauf nix vor.

Wie bist du zum bloggen gekommen? Wie bist du zu dem Thema „Nachhaltigkeit“ und „FairFashion“ gekommen? Seit wann beschäftigst du dich mit Fair Fashion?

Ich hab immer schon gern geschrieben, war bereits 2007 Onlinejournalistin, und das Bloggen war für mich eine schöne Möglichkeit, frei Schnauze meine Gedanken in Worte zu fassen und zu veröffentlichen. Meinen ersten Blog hatte ich glaube ich seit 2004 oder 2005.

Silvester 2011 beschloss ich: Ein Jahr keine neue Kleidung kaufen. Zuerst wollte ich nur ein Buch drüber schreiben, aber dann dachte ich, nein, ich dokumentier das lieber in Echtzeit – auch ein bisschen als Selbstkontrollmechanismus, damit ich auch wirklich durchhalte. Hat funktioniert!

Über diese Shoppingdiät bin ich schnell darauf gekommen, wie viel in der konventionellen Textilproduktion auf sozialer und ökologischer Ebene falsch läuft und welche Alternativen es gibt. Ich möchte nicht, dass irgendjemand – inklusive die Umwelt – darunter leidet, weil ich heute ein graues Kleid und morgen einen roten Pulli anziehen möchte.

Seit 2012 ist Fair Fashion ein großer Bestandteil nicht nur meines Kleiderschranks, sondern auch meines Lebens. Ich habe das große Glück, bei Greenpeace in Österreich für die Textilkampagne DETOX verantwortlich zu sein, und liebe es, auf meinem Blog nicht nur die Probleme zu thematisieren, sondern auch Lösungen vorzustellen. Gerade in Österreich gibt es bereits ein riesiges Angebot an Modedesignern und Labels, die fair und oft auch ökologisch produzieren.

Was ist dein Lieblings-Teil und was ist die Geschichte dahinter?

Definitiv meine Jacke von km/a – ein Parka, der aus einem Zelt der US-Army genäht wurde. Nicht nur liebe ich Upcycling, vor allem, wenn man das ursprüngliche Produkt noch erkennen kann, sondern auch: Der Parka passt wie angegossen, ich liebe ihn. Km/a ist eine meiner absoluten Lieblingsmarken, Katha und Michael sind so wunderbare Menschen und ihr Sinn für Mode und Avantgarde ist fantastisch.

 

Was ist deine Lieblings Fair Fashion Marke?

Es ist zwar nicht 100prozentig immer mein Stil (wobei in jeder Kollektion immer wieder ein Teil dabei ist, das mich sehr wohl sehr anspricht), aber ich liebeliebeliebe die Göttin des Glücks. Warum? Weil sie nicht nur fantastisch aufzeigen, wie faire und ökologische Produktion in einer globalisierten Lieferkette funktionieren können, sondern weil da so viel mehr dahintersteckt. Sie sind ein wundervolles Team, jede*r für sich, und die Firma versucht, an so vielen Ecken anzusetzen. Sie haben einen Gemeinwohlbericht herausgebracht, machen Schulungen, und entwickeln stetig ihre Produkte auf qualitativem, aber auch am Design-Niveau weiter. Derzeit versuche ich ihnen zu helfen, Infos auf meinem Blog.

Was ist dein Tipp für alle, die ebenfalls damit beginnen wollen, auf Fair Fashion umzusteigen?

Fangt mal an, euch im Internet nach fairen Labels umzuschauen oder surft bei Blogger*innen vorbei, die sich faire Mode zum Thema gemacht haben. Ihr werdet begeistert sein, was für eine riesige Auswahl es gibt. Und für die Wiener*innen: Weg von der Mahü, ab in die Seitengassen. Das Angebot ist riesig, vom Ebenberg über Maronski, Lindenblut, Zerum und Göttin des Glücks bis hin zu Anzüglich oder Ulliko und Lila.

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