Tollwood – Münchens Beitrag zur Nachhaltigkeit

München ist ja bekannt dafür, dass es snobistisch und spießig ist. Die erste Reaktion, die ich von Leuten bekomme, denen ich erzähle, dass ich aktuell in München arbeite, ist, dass sie mich mit großen Augen anschauen und sagen „Und das gefällt dir? Ist schon sehr elitär dort, oder?“.

Das Leben spielt sich nicht in der Altstadt ab

Ja, natürlich ist es das. Wenn du dich nur rund um den Marienplatz inklusive Maximilianstraße aufhältst, dann erweckt München tatsächlich den Eindruck, versnobt, hochnäsig und elitär zu wirken.

Aber die Innen- oder Altstadt einer Stadt ist halt auch nicht alles. Das ist, als würde man Wien nur anhand des 1. Bezirks beurteilen.

MUC ❤ green 

Dabei ist München super alternativ, grün und nachhaltig. (Irgendwann wird es zu den zahlreichen alternativen Möglichkeiten in München einen Blogpost geben, aber dafür brauche ich noch ein bisschen.)

Es gibt tolle Sachen wie den Stattpark Olga, Oxfams und andere nachhaltige Läden an jeder Ecke (besonders liebe ich den „Ohne Laden“ in der Schellingstraße) und noch ganz viel mehr.

Zu dem ganz viel mehr gehört auch das Tollwood Festival – Münchens Versuch, besonders alternativ zu sein und ein bisschen Hippie-Flair in die Stadt zu bringen. Als ich das erste Mal dort war, war ich mir gar nicht sicher, wo ich jetzt eigentlich genau bin.

Irgendwo zwischen L.A, Ibiza und Lollapalooza

Ich hatte das Gefühl, an verschiedenen Orten gleichzeitig zu sein. Überall gibt es bunte Ketten und Armbänder oder Haremshosen und handbestickte Tuniken zu kaufen. Man fühlt sich ein bisschen wie auf Urlaub. Eine Mischung aus türkischem Bazar und Hippie Market auf Ibiza.

Im Vergleich zum Rest Münchens sind hier die Leute auch alle im dezenten Hippie-Style gekleidet und man bekommt ein wenig den Eindruck, tatsächlich auf einem Festival zu sein. So ähnlich stelle ich mir auch das Lollapalozza, Lighthouse u.a. vor.

Nachhaltigkeit von A bis Z

Doch das beste am Tollwood ist tatsächlich, dass es voll und ganz auf Nachhaltigkeit sowie ökologisches und soziales Engagement setzt. Dieses Konzept wird von A bis Z so gut als möglich umgesetzt. Dazu gehört die Anreise mit dem Bus (144 vom Scheidplatz aus), oder zum Beispiel auch das wahnsinnig gute Angebot an Bio-Essen (es gibt übrigens auch fast überall etwas veganes – zum Beispiel unendlich leckeres Eis).

Auch die Mülltrennung wird auf dem Festival großgeschrieben – überall stehen Mistkübel, die zum Recyceln aufrufen. Zum Leuchten wird der Olympiapark übrigens mit Hilfe von Ökostrom gebracht. Das sämtliche Nachhaltigkeitsprogramm könnt ihr übrigens hier nachlesen.

Neben Nachhaltigkeit steht auch Spaß ganz weit vorne: das Festival bietet eine unglaubliche Vielfalt und Möglichkeit an Rahmenprogramm und Beschäftigungstherapie. Neben Konzerten gibt es auch Sportangebote, Workshops und Kinderprogramm – es lohnt sich also, schon unter Tags auf das Festival zu kommen.

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