Lessons Learned: Ich kann nicht mehr ohne oder: it’s fashion revolution week

Uuuhh es ist wieder Zeit für ein lessons learned! Trommelwirbel bitte. Nach einer gefühlten Ewigkeit wage ich mich mal wieder ans bloggen. Und dafür gibt es einen ganz bestimmten Grund: Denn diese Woche war beziehungsweise ist wieder fashion revolution week. Zahlreiche BloggerInnen aus der Szene schreiben tolle Artikel, es gibt haufenweise Erklärungsvideos wieso fast fashion schlecht ist und auf sämtlichen Kanälen kursieren die „who made my clothes“ Fotos. Man kommt also quasi nicht drum herum. Oder besser gesagt ich nicht.

Mit all diesem Hintergrundwissen und den ganzen Informationen, war ich einigen tagen einkaufen. Also shoppen. Oder besser gesagt, wollte es tun. Ich bin über zwei stunden in sämtliche „Läden“ gegangen, in die ich früher auch gegangen bin. Von Zara über Mango hin zu Promod und natürlich h&m. Hier und da habe ich einen Pulli oder eine Hose probiert. Aber es war jedes mal das selbe Szenario in meinem Kopf: „Okay, der Pulli kostet 24.90€ und der im anderen Geschäft 19.95€. Bei beiden ist die Qualität mies und beide bestehen zu mindestens 80% aus Polyester. Nein lieber nicht.“

Als IMG_20170427_103832ironische i-Tüpfelchen ist dann bei h&m auch noch dazu gekommen, dass ich einen Hoodie mit dem sloganwe matter“ gesehen habe. Für 15€. Ich bin mir nicht ganz sicher, WEN genau sie mit „we matter“ meinen, aber ganz sicher nicht die Näherinnen in China, Indien oder Bangladesh. Die bekommen von den 15€ nämlich genau gar nichts.

Danach wollte ich nicht mehr. Ich war ein bissi angewidert von dem ganzen Plastik, von den niedrigen Preisen und vor allem von den vielen Leuten, die mit haufenweise Gewand in einer Schlange an der Kassa stehen und drauf warten, ihren Beitrag zur fast fashion zu leisten. Am liebsten hätte ich ihnen all die Videos, die Bloggbeiträge und die #whomademyclothes Fotos gezeigt, aber vermutlich hätte das auch nicht wirklich viel geholfen.

Im Endeffekt habe ich mich dann dort wiedergefunden, wo ich mich während meiner Frankreich-Zeit immer wiedergefunden habe: Bei ekyog. Dem fairfashion Geschäft meines Vertrauens. Dort liebe ich einfach alles und innerhalb von 10 Minuten (ok – ich hatte eine Vorlaufzeit von 2 monaten) habe ich die perfekte Bomberjacke / Blazer / misch Ding was auch immer gefunden. Der Preis liegt leider fernab von jeglichen 15€, 19.95€ oder auch 24.90€. Ich hab da schon zweimal schlucken müssen. aber es war einfach Liebe auf den ersten Blick. Lessons learned: selbst wenn ich wollen würde, fast fashion kaufen geht bei mir gar nicht mehr.

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