mehr gedanken zum neujahrsvorsatz

vor nicht allzu langer zeit habe ich euch ja meinen neujahrsvorsatz mitgeteilt. der bedarf allerdings noch ein bisschen zusatz input. und das kommt hier:

philosophische überlegungen zur kleidungsindustrie:

  • wenn man alle kleidung der welt nehmen würde, die nicht gebraucht wird, die aber am markt ist,und daraus einen ball oder eine kugel formt, wäre dieser kleidungs-ball mit ziemlicher sicherheit größer als die erde
  • wir können nicht nur mit den lebensmittelabfällen, die wir wegschmeißen, den globalen süden ernähren, sondern ihn auch mit unseren kleidungsabfällen anziehen
  • wie kann es sein, dass das „sonntagsgewand“ so schnell verschwunden ist?
  • wieso sterben leute, damit meine jean 9.99€ kostet?
  • wieso schauen so wenig leute über ihren tellerrand?

diese und noch viel mehr fragen haben mich 2016 begleitet. mir ist immer noch nicht ganz klar, wie sich unser konsumverhalten in so kurzer zeit so drastisch ändern konnte. dazwischen liegt eine, maximal zwei generationen. meine oma gehörte definitiv zu den ersten, hippen verfechterinnen der capsule wardrobe. und sie war immer top angezogen.

wie dem auch sei: ich habe für mich selber beschlossen, dass ich mich aus dem ganzen konsumzeug ein bisschen rausnehmen möchte. mir ist durchaus bewusst, dass ich die welt nicht im alleingang retten werde, dass ich den klimawandel nicht stoppen und den weltfrieden nicht herbeizaubern kann. soweit steh ich noch mit beiden beinen am boden. aber ich habe 2016 so viel zuspruch bekommen, mit so vielen leuten drüber geredet und einige sogar zum nachdenken angeregt. und genau deswegen, will ich da nicht aufhören.

mein schön ausformulierter jahresvorsatz sieht dann in etwa so aus:

2017 möchte ich auf konsum, was kleidung/schuhe/accessoires etc. betrifft, weitgehend verzichten. dabei lege ich wert darauf, keine nachfrage mehr am markt (sowohl fast als auch slowfashion) zu produzieren. sollte ich etwas brauchen, weil unverzichtbar, möchte ich auf bereits bestehende ware (spricht second hand) zurückgreifen. dabei steht qualität immer vor quantität, weniger immer vor mehr.

das ganze mag jetzt vielleicht ein bisschen hochgestochen und komisch klingen – ich sollte mir wirklich überlegen, ob ich nicht in die politik gehe!!
aber ungefähr so ist es in meinem kopf, deswegen habe ich auch lange gezögert, es wirklich aufzuschreiben. ich weiß zwar, wie mein vorsatz sein soll und wie ich ihn am besten umsetze, aber das mit dem formulieren… naja da hapert’s noch bissi 🙂

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