von besserungsgelübden und neujahrsvorsätzen

letzter blogeintrag: 30. november 2016. na wunderbar.
wie man merkt, habe ich mich mal wieder nicht ein meinen „oh ja ich werde regelmäßig schreiben“ vorsatz von zwischendurch gehalten. und auch 2017 glänze ich nicht mit täglichen blogposts und massenhaft info an meine leserschaft. i’m sorry. daher gelobe ich feierlich, dass ich nie wieder feierlich besserung geloben werde, sondern einfach drauf los schreibe, wenn es mich freut.

so. 2017 also. ich fang aber mit 2016 an und ziehe bilanz. bis auf 3 mal war ich echt brav und hab nur fairfashion gekauft. und um ehrlich zu sein, waren die 3 ausrutscher geplant und ich bereue sie gar nicht, weil es einfach sein musste. ich liebe die sachen, trage sie fleißig und bereue keine sekunde, dass ich sie gekauft hab.

was ich aber schon bereue (und das ist jetzt schon die überleitung zum 2017er jahr) ist mein maßlos übertriebener fairfashion konsum. ich war regelrecht besessen davon, mir faire mode zu kaufen. alles in meinem schrank auszutauschen gegen das ökologisch korrekt produzierte pendant. im grunde genommen habe ich mein konsumverhalten nicht verändert, ich hab es einfach umgepolt.

und irgendwann stand ich dann vor meinem mit fairfashion sachen vollgestopften schrank, auf der verzweifelten suche nach etwas anziehbaren, als es mir wie schuppen von den augen viel: ich hab zu viele sachen. ich hab zu viele sachen in meinem schrank, ich hab schuhe, jacken, schals, taschen, hauben, handschuhe, hosen, röcke, kleider, blazer. ich könnte ein ganzes dorf mit fair produzierter, qualitativ hochwertiger kleidung versorgen und ich selber finde nichts zum anziehen. (das „ich habe zu viele dinge“ weitet sich natürlich auf den gesamten lebensbereich aus, aber das soll ein anderer blogpost werden)

daraufhin habe ich alles herausgerissen. alles, was ich habe, herausgenommen und betrachtet und mich ehrlich und aufrichtig gefragt „mag ich dich? brauch ich dich? zieh ich dich wirklich an?“. dieses prozedere habe ich ungefähr im abstand von ein – zwei monaten wiederholt. 5, 6, 7, 8 mal. und es tut gut. langsam aber sicher befinden sich in meinem schrank nur mehr dinge, die ich auch wirklich anziehe.

aus diesem ganzen hin und her, aus dem herumgetue über monate hinweg, hat sich dann langsam aber sicher mein vorsatz für 2017 herauskristallisiert: ich möchte nicht mehr einkaufen.

 

 

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