wearfair & mehr 2016 | hinter den kulissen

das war sie also. die wearfair&mehr. nach 6 monaten intensiver arbeit, wenig stunden schlaf, mehr oder weniger viel spaß, einem nicht mehr nachhaltigen kaffeekonsum und mehr stunden vor dem laptop/smartphone als irgendwie auch nur annähernd gesund, ist es jetzt vorbei.

es ist schon komisch, wenn man ein halbes jahr an etwas arbeitet, was innerhalb von drei tagen einfach aus ist. auch wenn es die größte öko-faire modemesse österreichs schon 8 jahre vor meinem bestehen als digital communication beauftragte gab, habe ich trotzdem das gefühl, sie mit aufgebaut zu haben. zumindest dieses jahr, 2016, war auch ich teil des kernteams und habe mehr als einmal im schlaf gute ideen gehabt, diese in der früh vergessen und sie im laufe des tages durch einen geistesblitz wieder eingefangen.

für mich war es mehr als eine pflicht, die ich berufsbedingt erfüllen musste. es war zu einem bestimmten teil auch mein projekt. es war mein baby und ich habe über jeden noch so kleinen schritt gejubelt und gestrahlt.

ein lieber ehemaliger arbeitskollege hat mich im vorfeld darauf vorbereitet und meinte, dass ich danach vermutlich in ein loch falle. all die zeit und energie, die man für ein projekt aufwendet, in dieses eine projekt hineinsteckt und dann ist es weg. vorbei. aus. schluss. ich habe seine „weisheiten“ ein wenig belächelt, immerhin habe ich andere projekte wie diesen blog, die uni oder den festen vorsatz, meinen schreibtisch diese woche aufzuräumen (den vorsatz hab ich glaub ich schon seit über einem jahr). aber er hatte recht. vermutlich fühlt es sich so an, wenn kinder in die schule gehen, ausziehen oder das erste mal sagen „mama, das kann ich alleine“.

aber bevor ich hier mega abschweife und sentimental werde, lieber zum eigentlichen thema dieses blogposts:

mit rund 200 ausstellerInnen gab es so einiges im vorfeld, aber auch während des messe zu tun. tischtücher auftreiben, standplätze verrücken oder verschönern, ware von a nach b transportieren, fotos machen und und und. es war hektisch, es war stressig und es war wunderschön. es ist ein seltsames gefühl, wenn die leeren, kahlen, traurigen räume der ehemaligen tabakfabrik in linz auf einmal zum leben erweckt werden. messestände werden aufgebaut, tische aufgestellt, wände verkleidet, schilder beklebt, wegweiser aufgehängt. mein erster gedanke war „omg, das kriegen wir nie hin“. ich und mein pessimismus. natürlich haben wir es geschafft und pünktlich zum messestart waren die räume nicht mehr wieder zu erkennen. auf einmal erwacht alles wie aus einem langen dornröschenschlaf, überall wuseln menschen durch die gegend, es riecht nach leckeren, veganen crêpes, nach frisch geröstetem kaffee und noch dem herrlichen duft von fair produzierter sowie sozial nachhaltig vertriebener ware.

einfach wahnsinn. fairfashion, green living soweit das auge reicht. obwohl ich alles mitorganisiert habe und von anfang an dabei war, hat es mich einfach umgehauen. die wearfair ist zwar eine konsummesse, aber dieser nachhaltigkeitsgedanke ist dabei förmlich greifbar. es ist ein wahres vorzeigeobjekt.

greifbar war dann auch der wunderschöne ring von goodrun, der no photo pulli von better b. good und diese wahnsinnstolle love-kette von wearpositiv. außerdem liebe ich jetzt leinöl in meinem (veganen) müsli und senf zu einfach allem. irgendetwas muss dann ja für mich auch dabei rausspringen. immerhin hab ich mich nicht 6 monate umsonst gequält und kenne die online shops von sämtlichen ausstellerInnen mittlerweile auswendig.

ich kann diese messe jedem, der sich mit fairfashion oder bewusstem einkauf auseinander setzt, wirklich nur ans herz legen. aber auch alle anderen sind wilkommen, sich diese einzigartige messe anzuschauen und sich von der nachhaltigkeitswelle tragen zu lassen. ach, dieses wohlig warme gefühl der wearfair&mehr …

so, bevor ich jetzt endgültig abdriffte und nur mehr vor mich hinschwärme, hier ein paar nützliche links:
fotos, die deutlich besser sind als meine
liste aller ausstellerInnen zum schmöckern
meine arbeit zum bewundern und bestaunen (hier auch)

und weil es sonst nicht komplett wäre, zum abschluss noch ein liebes dankeschön an die bloggerinnen barbara, justine, sabrina und katrin. danke, dass ihr dabei ward und meine arbeit so viel schön macht. danke übrigens auch an das ganze kernteam, an maria, an evelyn, die immer meinen fotowünschen nachgegangen ist, an meine eltern und natürlich an meinen freund, ich weiß, manchmal bin ich etwas nerviges.

Fotos: © Markus Morianz

 

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