Vegan und Zero Waste? Geht das denn überhaupt – Veganuary Woche 2

Vegan und Zero Waste? Geht das denn überhaupt – Veganuary Woche 2

Nachdem die erste Woche ein Kinderspiel für mich war, habe ich beschlossen die Challenge für mich selbst etwas zu verschärfen. Okay Spaß, ich mache alles so wie immer, aber lest selbst:

Kann man Zero Waste leben, auch wenn man sich vegan ernährt?

Diese Frage habe ich schon öfter in diversen Foren und Gruppen gelesen. Dazu meine Gegenfrage: Wieso sollte das nicht funktionieren? Richtig drüber nachgedacht habe ich bisher aber noch nicht darüber. Ich ernähre mich seit einem Jahr zu gut 80% vegan und versuche wo es geht Müll – natürlich vor allem Plastik – einzusparen.

Deswegen habe ich es die Woche für euch (aktiv) probiert. Mein Fazit: alles wie immer.

Montag, 7.1.:

Zum Frühstück gab es – na, wer erratet es – richtig, Porridge. Zu Hause zubereitet und in einem Glas vorportioniert, in der Arbeit mit heißem Wasser, Mandelmus (aus dem Glas) und einem Apfel (unverpackt gekauft) verfeinert.

Diese Woche ist mein Porridge übrigens mit Sojaflocken, weil ich die Haferflocken schon aufgegessen habe. Beides habe ich unverpackt in einem verpackungsfreien Supermarkt (VFS) gekauft. Ebenso den Zucker, die Lein- und Hanfsamen, die ich immer dazu gebe. Das Einzige, das nicht unverpackt ist, ist mein Sackerl mit Zimt. Das habe ich aber noch daheim und brauche es auf. Zimt gibt es auch unverpackt.

Zu Mittag war Resteessen angesagt: Polenta (VFS) mit Champignons (Markt) und Cashewmus-Sauce (Glas + Wasser aus der Leitung). Sicher ist euch dieses tolle Gericht noch aus der Vorwoche bekannt. Sicherheitshalber hier noch mal ein Foto davon (PS: Falls das irgendjemand liest, der dringend Foodblogger sucht – schreib mir einfach. Ich habe jetzt auch ein tolles Preset und kann Adobe Lightshop – die Mobile Version. Mega der Profi also. Mein Kontaktformular findest du hier.)

polenta (vfs) mit champignons (markt) und cashewmus-sauce

Am Abend habe ich mich kulinarisch so richtig ausgetobt: es gab Sandwiches / Weckerl mit Aufstrich. Wow. Waren aber tatsächlich sehr gut. Sowas kann ich wirklich. Die Weckerl habe ich in einem normalen Supermarkt aber in meinem Baumwollsackerl gekauft, den Bärlauchaufstrich gibt’s im Glas, Grünkohl und Paprika vom Markt, Pinienkerne aus dem VFS und den Cracked Pepper hatte ich noch zu Hause.

Weckerl mit Aufstrichkreationen.JPG

Dienstag, 8.1.:

Frühstück: Porridge.

In der Mittagspause war ich gemeinsam mit Kolleginnen in einem Café essen – es gab einen Roten-Rüben-Radieschen-Rucola Bagel. Da ich öfter in diesem Café bin, weiß ich, dass sie die Bagels normalerweise mit so einem Plastikpapier auf den Teller legen. Der tiefere Sinn dahinter ist mir unklar. Ich habe höflich darum gebeten, das nicht zu tun und – siehe da – es hat einwandfrei funktioniert. Auch hier Plastik gespart.

Roten-Rüben-Radieschen-Rucola Bagel.JPG

Übrigens habe ich in demselben Café auch das hier entdeckt (bitte ignoriert die schlechte Bildqualität):

kompostierbare becher

Mega cool oder? Natürlich ist es trotzdem besser, seinen eigenen Kaffeebecher mitzunehmen. Denn egal, wie recycel- oder kompostierbar Materialien sind, wenn sie nur zum einmaligen Gebrauch konzipiert werden, sollten sie, wenn möglich, vermieden werden. Ich habe mir in meinem Stoffsackerl übrigens auch noch ein Stück Schoko-Orangen-Kuchen mitgenommen. Zum dahinschmelzen!

schoko-orangen-kuchen

Am Abend habe ich mir ein Süßkartoffel-Spinat Curry mit Paprika gemacht. Alle Zutaten dafür habe ich ganz ohne Verpackung auf dem Markt gekauft.

Süßkartoffel-Spinat-Curry.JPG

Mittwoch, 9.1.:

Frühstück: Porridge.

Zum Mittagessen gab es heute die Reste von meinem Curry. Ich habe es mir in einem Glas mit in die Arbeit genommen. Mal wieder ganz und gar ohne Plastik ausgekommen.

Weil das Curry so gut ist und ich viel zu viel davon gemacht habe, gibt’s den allerletzten Rest als Abendessen. Dazu habe ich mir rote Linsen (aus dem VFS) gemacht.

curry mit linsen

Donnerstag, 10.1.:

Frühstück: Porridge.

Ich habe mir gestern Abend noch schnell Nudeln gekocht, die ich mir heute mit der restlichen Tomatensauce (im Glas) von letzter Woche als Mittagessen mitgenommen habe. Ein bisschen Grünkohl (verpackungsfrei vom Markt) als Verzierung oben drüber – perfekt. Vielleicht werde ich ja wirklich noch zur Foodbloggerin.

nudeln mit tomatensauce

Als Abendessen habe ich mir ein Stück Schoko-Orangen-Kuchen gegönnt. Ich war nämlich ein bisschen im Zeitdruck und musste am Abend dann noch zu einer Veranstaltung, daher nur ein kleiner Snack. War dafür aber umso besser.

schoko-organgen-kuchen teil 2

Freitag, 11.1.:

Um den Tag richtig gut zu starten, habe ich mir fürs Frühstück einen Wiener Nusskuchen gekauft. Sehr empfehlenswert!

wiener nusskuchen

Zu Mittag waren wir wieder bei “Ali”. Ich habe einen Humusteller gegessen und leider vergessen, ein Foto zu machen. Aber ich glaube, ihr könnt es euch vorstellen. Es war Humus auf einem Teller.

Am Abend habe ich Zucchini-Linsen Nudeln gemacht. Davon werdet ihr nächste Woche noch mehr lesen …

zucchini-linsen-pasta

Samstag, 12.1.:

Frühstücken waren wir in einem super süßen Lokal in Ottensen, das auch richtig guten Kaffee hatte. Für mich gab’s ein Sandwich mit Rote Bete, Rucola und Tofu und danach noch eine Zitronen-Tarte. Beides sehr gut, wobei ich auf den Tofu im Sandwich auch verzichten hätte können.

Da wir erst recht spät frühstücken waren, haben wir das Mittagessen auslassen und uns stattdessen vegane Franzbrötchen gekauft. Nachdem ich da letzte Woche so im Glück war, habe ich ein bisschen recherchiert und ich Hamburg gibt es zwei Bäcker, die die vegane Köstlichkeit verkaufen: Kamps und “Nur Hier”.

Franzbrötchen.JPG

Am Abend waren wir wieder essen – für mich gab es Pasta, weil ich keine Lust auf irgendetwas mit Tofu oder Seitan hatte.

pasta

Sonntag, 13.1.:

Sonntag war ein bisschen ein komischer Tag, weil ich absolut keinen Hunger hatte. Am Abend habe ich dann nur noch ein bisschen was von der Linsen-Zucchini-Pasta gegessen, aber die kennt ihr ja schon von oben (und seht ihr im nächsten Beitrag noch oft genug…).

Fazit und Schlusswort:

Wie ihr seht, ist es gar nicht so schwierig einen veganen Lebensstil mit bewusster Müllvermeidung zu kombinieren. Natürlich ist mir klar, dass wir nicht alle im VFS einkaufen können, vielleicht keine Zeit oder Möglichkeit haben, jeden Samstag auf den Biobauernmarkt zu gehen etc.

Außerdem kommt mir zu Gute, dass ich keine Milchprodukte, also keine Milch und kein Joghurt, weder pflanzlich noch tierisch, mag und die daher sowieso nicht kaufe oder es vermeide. Und auf Tofu, Seitan und Co. kann ich zu Hause auch sehr gut verzichten – das kann jedes asiatische Restaurant.

[Featured Image: Photo by Jaimie Phillips on Unsplash]


Mehr zum Thema:


Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *